Jugend debattiert

Liliana Mae Huber schreibt Geschichte: Realschülerin der Elisabeth-Strupp-Schule schlägt alle Gymnasiasten beim Regionalfinale von Jugend debattiert

Großer Erfolg für die Elisabeth-Strupp-Schule: Die Schülerin Liliana Mae Huber hat sich im Regionalfinale von „Jugend debattiert“ in der Altersklasse I eindrucksvoll durchgesetzt. Als einzige Realschülerin im Teilnehmerfeld ließ sie sämtliche anwesende Gymnasiasten hinter sich und sicherte sich mit klaren Argumenten und souveränem Auftreten den Sieg – ein Erfolg, der für Aufsehen sorgte und die Jury wie das Publikum gleichermaßen beeindruckte.

Stellung beziehen, Argumente formulieren, im Gespräch interagieren – dies sind wichtige Kompetenzen, die jeder junge Mensch in seinem späteren Leben benötigen wird. Dass der Erwerb dieser Fähigkeiten mit viel Spaß und Freude verbunden sein kann, haben Schüler und Schülerinnen des 10. Jahrgangs der Elisabeth-Strupp-Schule in den letzten Monaten durch das bundesweit größte Schulprojekt „Jugend debattiert“ erfahren dürfen.

Nach einer Phase des Trainings im WPU-Kurs durften Liliana Mae Huber (10e) und Jule Schuckert (10e) die Elisabeth-Strupp-Schule beim Regionalentscheid am 06.02.2026 am Grimmelshausen Gymnasium vertreten. Unterstützt wurden sie dabei von den begleitenden Lehrerinnen Konrektorin Stefanie Gahmig und Deutschfachbereichsleiterin Manuela Wachsmuth sowie von einem Teil ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler.

Insgesamt sechs Schulen entsandten ihre Schulsieger zum Regionalentscheid. Neben der Elisabeth-Strupp-Schule nahmen das Grimmelshausen Gymnasium, die Kopernikusschule, das Ulrich-von-Hutten-Gymnasium, die Henry-Harnischfeger-Schule und die Friedrich-August-Genth-Schule an dem Wettbewerb teil.

In diesem Wettbewerb läuft das Streitgespräch stets nach dem gleichen Schema ab: Über eine Soll-Frage wird jeweils zu viert debattiert: Zwei Debattanten vertreten die Pro-Seite und die beiden anderen Debattanten die Kontra-Seite. In der Eröffnungsrunde erläutert jeder Teilnehmer in zwei Minuten die Themenfrage aus seiner Sicht. Die darauffolgende freie Aussprache dauert zwölf Minuten. Hier werden im offenen Gesprächsverlauf weitere Argumente genannt, miteinander verglichen und gegebenenfalls entkräftet. In der Schlussrunde haben die vier Debattanten jeweils noch einmal eine Minute Zeit, die Streitfrage ein zweites Mal ohne Unterbrechung zu beantworten. Anschließend werden die Teilnehmer der Debatte von geschulten Juroren anhand folgender Kriterien bewertet: Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft.

Liliana Mae und Jule stellten zunächst in zwei Qualifikationsrunden ihr Können unter Beweis. Die finalen Themen hätten auch viele Erwachsene ins Schwitzen gebracht. „Soll für Privatgärten eine insektenfreundliche Gestaltung vorgeschrieben werden?“ hieß das Thema der ersten Qualirunde für die Sekundarstufe I. In der zweiten Qualirunde setzten sich die Debattanten mit der Frage „Soll auf allen öffentlichen Plätzen in unserer Region kostenloses WLAN angeboten werden?“ auseinander.

Nachdem die Schülerinnen beide Qualifikationsrunden hinter sich gebracht und die Juroren die Punkte ausgewertet hatten, wurden in der Aula des GGG die Finalisten verkündet. Zur großen Freude ihrer Mitschüler und der begleitenden Lehrerinnen hatte sich Liliana Mae Huber in den Qualirunden gegenüber ihren Konkurrenten durchgesetzt und zog als eine von vier Teilnehmern ins Finale ein.

„Sollen für schriftliche Prüfungen in der Oberstufe Anwendungen mit künstlicher Intelligenz zugelassen werden?“ lautete hier die Themenfrage. Aus den Vorrunden waren die Schüler und Schülerinnen schon gut geübt in den Anforderungen, die eine 24-Minuten-Debatte an ihr rhetorisches Talent stellt.

Am Ende belegte Liliana Mae Huber in der Sekundarstufe I den ersten Platz. Anna-Elisabeth Rack-Teuteberg (Regionalkoordinatorin des Main-Kinzig-Kreises) und die Schulleiterin des Grimmelshausen Gymnasiums, Tina Ruf, gratulierten ihr und den anderen Finalisten zu ihrem Erfolg und überreichten ihnen Urkunden als Würdigung ihrer Leistung.

Mit ihrem Sieg hat sich Liliana Mae Huber zugleich für das Landesfinale Hessen qualifiziert, bei dem sie nun die Chance hat, ihre beeindruckende Argumentationsstärke erneut unter Beweis zu stellen.

Schulleiter Michael Neeb zeigte sich sichtlich stolz und betonte, wie außergewöhnlich dieser Erfolg für die Schule sei. Der Triumph einer Realschülerin im Regionalwettbewerb „Jugend debattiert“ sei, so Neeb, nicht nur ein persönlicher Meilenstein für Liliana, sondern auch ein Moment, der die gesamte Schulgemeinschaft inspiriere.

Foto: v.l.n.r. Konrektorin Manuela Wachsmuth, Schulleiter Michael Neeb, Liliana Mae Huber, Manuela Wachsmuth